Eine Familie, ein Rad, ein Tal
"Csobogó" ist das Geräusch leise plätschernden Wassers. Bei uns ist das kein poetisches Bild: Das Wirtshaus steht am Ufer der Szalajka, vor der Tür dreht sich ein Mühlrad im Wasser, und während dein Mittagessen entsteht, redet der Bach die ganze Zeit mit. Seit 2002 kochen wir hier, als Familie, und seither glauben wir dasselbe: In dieses Tal baut man kein Restaurant, man deckt dem Tal den Tisch.
Auch das Haus steht nicht zufällig hier: Die Familie hat es selbst gebaut, Stein für Stein. Seither heizt dieselbe Familie morgens ein und sperrt abends zu.
der Tisch wartet auf dichDeshalb kommt die Forelle aus den Teichen nebenan, das Wild aus dem Bükk, der Käse aus kleinen Manufakturen der Gegend. Im Sommer ist der Garten unsere gute Stube: hundertzwanzig Stühle unter den Bäumen, Cocktailbar, Kinderlachen, Lampionlicht. Im Winter vierzig Plätze im Holzhaus, mit Glühwein und Stille. Das Rezept ändert sich nicht: frische Zutaten, Geduld, und so viel Gastfreundschaft, wie auf den Teller passt.
Der Tag im Tal führt ohnehin hier vorbei: Die Kleinbahn, die Forellenteiche und der Fátyol-Wasserfall liegen alle ein paar Schritte von uns, und der Tisch wartet geduldig, bis du sie abgelaufen bist. Wer zum Wandern kommt, lässt am besten Platz für die Wildgerichte; wer nur zum Mittagessen da ist, setzt sich ans Bachufer und lässt das Wasser arbeiten.






